Projekte

Immer was los...

Ein Bewohner ist im Garten.

HPCPH: Hospizkultur und Palliativ Care im Pflegeheim in NÖ

HPCPH ist ein dreijähriger Organisationsentwicklungsprozess, der von externen ExpertInnen des Hospizvereins begleitet wird.

 

Ziel von HPCPH ist die Strukturen und Abläufe im Heim so anzupassen, dass Hospizkultur und Palliativ Care in der täglichen Arbeit gut verankert ist und gelebt werden kann. Weiteres müssen Fort- und Weiterbildung in palliativer Geriatrie von mindestens 80% der MitarbeiterInnen je Berufsgruppe interprofessionell mittels Workshops in Kooperation mit dem PBZ St. Pölten stattfinden. Auch die Gewährleistung und nachhaltige Sicherstellung einer kompetenten Hospiz- und Palliativversorgung in allen Pflege- und Betreuungszentren und Pflegeheimen in NÖ ist ein wichtiges Ziel.

Die Grundprinzipien für die Umsetzung sind eine ganzheitliche Betreuung, Behandlung und Begleitung von allen Sterbenden, die es wünschen und brauchen, sowie ihren Angehörigen / Vertrauenspersonen, um ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen. Eine ganzheitliche Symptomwahrnehmung und lindern von körperlichen, psychischen, sozialen, kulturellen und spirituellen Schmerzen unter besonderer Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse von BewohnerInnen mit und ohne Demenz stehen im Vordergrund. Interprofessionelle Zusammenarbeit, Achtung der Autonomie aller Betroffenen, Anerkennen des Sterbens und der Trauer als Teil des Lebens, Einbeziehung von qualifizierten Ehrenamtlichen in der Lebens- und Sterbebegleitung und Begleitung und Beistand statt aktiver Sterbehilfe sind ebenfalls Grundprinzipien für die Umsetzung.

 

Palliativbeauftragte FSOB Martina Palmeshofer und DGKP Romana Trautsamwieser sind Ansprechpartnerinnen für Hospiz und Palliative Care in unserem Haus. Sie absolvierten bzw. absolvieren den interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care. Dabei ist die Vernetzung mit anderen Palliativbeauftragten, Pflegeheimen, Klinikum, mobiles Palliativteam, uvm.ein weiterer wichtiger Bestandteil.

 

Die Palliativarbeitsgruppe unter Leitung der Palliativbeauftragten trifft sich mit Agenda und Protokoll mindestens sechs Mal jährlich während des begleiteten Umsetzungsprozessen und in der Nachhaltigkeit mindestens vier Mal. 7 – 12 Personen aus jedem Bereich, jeder Berufsgruppe und dem Ehrenamt bilden die Palliativarbeitsgruppe. Es werden Themen zur „Hospizkultur“ besprochen, die Maßnahmen zur Implementierung in unserem Haus erarbeitet und die Informationsweitergabe an alle KollegInnen fixiert.

 

„Tut gut!" - Betriebliche Gesundheitsförderung

Das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Mautern begibt sich in Zusammenarbeit mit „Tut gut!" auf den Weg zum „gesunden Betrieb“.

Die „Tut gut!" Gesundheitsvorsorge GmbH gilt seit vielen Jahren als Drehscheibe für Gesundheitsförderung und Prävention in niederösterreichischen Betrieben, Gemeinden, Kindergärten und Schulen.

Gemeinsam werden die Belastungen und Bedürfnisse der MitarbeiterInnen erhoben und daraus entsprechende und individuelle Maßnahmen abgeleitet, welche in den täglichen Betrieb integriert werden. Damit können diese Belastungen im Alltag verringert oder gar vermieden werden.

Unsere MitarbeiterInnen sind unser wichtigstes Gut, dies haben uns vor allem die vergangenen Jahre wieder deutlich aufgezeigt. Daher ist es umso wichtiger, gerade auf ihre Bedürfnisse besonders einzugehen.

 

Mariandl

Das Pflege- und Betreuungszentrum Mautern geht neue Wege - mit Mariandl

Es hat sich in den letzten Jahren einiges in der Betreuung und Pflege geändert, weil sich unter anderem die Werte und Ansprüche von BewohnerInnen und auch von den Angehörigen verschoben haben. Die BewohnerInnen bringen andere Lebensgeschichten und dadurch andere Bedürfnisse mit, als vor zwanzig Jahren. Dieser Herausforderung stellen wir uns in Mautern. Wir haben das Projekt "Mariandl" genannt.

War früher unser Hauptaugenmerkt auf die körperliche Ebene gerichtet, so bekommt heute die Seele einen zumindest gleich wichtigen Stellenwert zugeschrieben.

War es früher gang und gäbe den BewohnerInnen alles abzunehmen, so weiß man heute, dass es den Selbstwert und die Selbstverantwortung hebt, wenn Menschen Tätigkeiten so lange wie möglich selbermachen können: so zum Beispiel das Anziehen, das Bürsten der Haare, das Essen, das Gießen von Blumen etc. Diese Handlungen therapeutisch zu begleiten und zu fördern ist heute das Gebot der Stunde.

War früher eine "Beschäftigung" der BewohnerInnen das Ziel der Betreuung, so ist es heute das sinnvolle Tun von gewohnten Handlungen, wie zum Beispiel Äpfel schälen, Blumen einsetzen und gießen, Knöpfe annähen, Kuchen backen oder Tiere füttern. Das sind Tätigkeiten, die seelischen Auftrieb geben. Darüberhinaus wirkt es zwei der größten Belastungen im Alter entgegen, nämlich der Langeweile und dem kognitiven Verfall.

War früher die Spitalsatmosphäre mit ihren weißen Wänden und gebohnerten Böden das übliche Ambiente in Pflegeeinrichtungen, so ist es heute eine vertraut häusliche Umgebung, die gemütlich ist. Es sind die kleinen Ecken und Nischen, die liebevoll wohnlich gestaltet werden und zum Verweilen einladen. Auch die kleinen Erinnerungsstücke aus dem eigenen Leben machen die Zimmer vertrauter und persönlicher. Wir gehen den Weg miteinander.

Bei Anregungen / Fragen wenden Sie sich an die Führungskräfte.